13. Februar 2009 · Rubrik: Misc  
  1. Es ist den Teilnehmern untersagt, andere Mitreisende durch ihr Verhalten (sei es durch übermäßigen Alkohol/Drogenmißbrauch oder nüchtern) zu gefährden.
  2. Tätliche Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Fans führen mit sofortiger Wirkung zu einem Ausschluß an der Weiterfahrt (nächster Rastplatz/Bahnhof).
  3. Bei Beschädigungen der von uns angemieteten Busse oder Bahnwaggons ist der Fanladen davon unverzüglich zu informieren. Bei Schäden, die nach Beendigung der Fahrt festgestellt werden, wird den PlatzinhaberInnen der Schaden in Rechnung gestellt.
  4. Der Platz im Bus oder der Bahn ist bei Beendigung der Fahrt sauber zu hinterlassen. Bei Nichteinhaltung kann dem/der Teilnehmer/in eine eventuelle Reinigung in Rechnung gestellt werden.
  5. Genauso wie im Millerntor Stadion, gilt auch bei den von uns organisierten Fahrten: Wer rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische Äußerungen/Bemerkungen gegenüber anderen FahrtteilnehmerInnen von sich gibt oder andere aufgrund des Geschlechts bzw. sexueller Neigung beleidigt oder belästigt kann mit einem sofortigen Ausschluß an der Weiterfahrt belegt werden (nächster Rastplatz/Bahnhof). Dieses gilt auch für ein solches Verhalten im jeweiligen Stadion oder auf dem Weg dorthin.

Wer gegen die oben aufgeführten Verhaltensregeln verstößt, kann weiterhin mit einem Auswärtsfahrtverbot für die vom Fanladen organisierten Auswärtsfahrten belegt werden.

Zusatz:
Mit dem Kauf einer Fahrtkarte für die vom Fanladen organisierten Fahrten (egal ob Bus, Bahn oder Sonderzug) wird die Auswärtsfahrtordnung anerkannt.

Eine bereits bezahlte Teilnehmergebühr wird nicht zurückerstattet (gilt auch bei Nichtteilnahme). Wir sind bei der Weitervermittlung oder dem Weiterverkauf der Tickets allerdings behilflich. Ein Weiterverkauf ist nur zum Originalpreis gestattet. Der Verkauf bei online-Auktionshäusern bedarf unserer vorherigen Genehmigung! Zuwiderhandlungen werden auch in Rücksprache mit dem FC St. Pauli geahndet.

Wer ohne gültige Fahrkarte mit einem vom Fanladen organisierten Bus/Sonderzug mitfährt, hat vor Ort den doppelten Fahrpreis zu bezahlen.

Ab sofort wird denjenigen Fans ein Waggon vorbehalten, die nicht rauchen und nur wenig trinken (3–4 Bier/keine hochprozentigen Alkoholika). Weiterhin soll der Lärmpegel in diesem Waggon der üblichen Zimmerlautstärke angepaßt werden. Dieser `Chill-Out` Waggon ist von den anderen Mitreisenden zu respektieren.

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10. Februar 2009 · Rubrik: Misc  

Ein Teil unserer Arbeit für die Fans ist die Organisation und Durchführung von Auswärtsfahrten zu den Spielen des FC St. Pauli. Diese Trips finden entweder mit dem Zug oder mit dem Bus statt. Grundsätzlich gilt: Jede/r, der/die mitkommen will, muß sich persönlich im Fan-Laden anmelden und bezahlen. Es ist nicht möglich, telefonisch, per Fax oder im Internet eine Reise zu buchen. Nur eingetragene Fan-Clubs des FC St. Pauli können im Vorfeld der Fahrten Plätze und Eintrittskarten reservieren lassen. Wie das geht, steht weiter unten.

Mit den Fahrten werden keine oder kaum Gewinne erwirtschaftet. Überschüsse fließen immer in andere Fahrten wieder ein. Ein Bus wird stets auf 40 Personen kalkuliert, die Preise für Gruppenfahrten mit der Bahn orientieren sich an einer 50-Personen-Gruppe und werden nicht von uns, sondern von der Bahn festgelegt. Wir runden nur noch auf.
So wird für uns z.B. von der Bahn folgendes Angebot gemacht: Gruppenfahrt, Einzelpreis: 35 Euro. Dieser Preis wird auf 40 Euro aufgerundet. Bei Sonderzügen wird zum Beispiel wie folgt kalkuliert: Bei 800 möglichen Plätzen kalkulieren wir mit circa 700 Personen. Alles andere wäre zu riskant. Und wie gesagt: Sämtliche Überschüsse (derzeit eher selten) fließen in andere Fahrten und Projekte wieder ein.

Eintrittskarten für die Auswärtsspiele erhaltet ihr auch bei uns im Fan-Laden oder im Kartencenter auf dem Heiligengeistfeld. Achtung: Die Karten werden immer einige Tage vor dem Spiel zum gastgebenden Verein zwecks Abrechnung zurückgeschickt. Daher sind sie nicht bis zum letzten Fahrtverkaufstag erhältlich, sondern dann ausschließlich vor Ort zu erwerben.

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18. Dezember 2008 · Rubrik: Misc  

Der Fanladen St. Pauli

Seit nun mehr als 19 Jahren existiert der Fanladen St. Pauli unter dem Dach des Vereins “Jugend und Sport e.V.”. Ins Leben gerufen von aktiven Fans des FC St. Pauli und heute beheimatet in der Brigittenstraße 3- wird im Bereich der Fanbetreuung auf Grundlage des “Nationalen Konzept Sport und Sicherheit” (NKSS) gearbeitet.

Grundelemente des Konzepts im Hinblick auf Fan-Projekt-Arbeit bestehen in der gewaltpräventiven Arbeit mit jugendlichen Fußball-Fans. Daher ist der Fan-Laden St.Pauli Träger der öffentlichen Jugendhilfe und arbeitet unter den sozialarbeiterischen Aspekten der aufsuchenden und akzeptierenden Jugendarbeit.

Seine vier hauptamtlichen MitarbeiterInnen Elin Wagner, Stefan Schatz (gleichzeitig Fan-Beauftragter des FC St. Pauli), Justus Peltzer und Carsten Kupisch arbeiten als Sozialarbeiter im Rahmen des Fan-Projekts. Unterstützt werden sie von der Teilzeitkraft Kolja Glatthor.

Auch wenn das Fan-Projekt seine Arbeit unabhängig vom FC St. Pauli und dessen Vereinsstrukturen verrichtet, darf die Wirkung und Akzeptanz im Verein und seinem Umfeld nicht unterschätzt werden. Eine möglichst enge Kooperation mit den relevanten Fan-Gruppen, neueren Entwicklungen, z.B. der Ultra Szene und den Vertretern der Vereinshierarchien beim FC St. Pauli bilden ein Hauptkriterium der Arbeit und unterstützt so die erfolgreiche Arbeit des St.Pauli-Fan-Projekts.

Mehr als nur ein Fan-Projekt – Freiraum Fußball

Schon aus seiner Entstehungsgeschichte heraus war und ist der Fan-Laden FC St.Pauli und sein Umfeld immer ein wenig mehr gewesen als eben nur das Fan-Projekt gemäß dem NKSS. Der Fan-Laden kann als Geburtsort einer neuen Fan-Kultur in Deutschland angesehen werden und gilt bis heute als eines der Vorbilder der alternativen Fanbewegung. Es war und ist immer ein wichtiges Anliegen gewesen, der “tumben Masse” eine Stimme zu verleihen, den Fans eine Möglichkeit zu schaffen und ihre Interessen im kommerziellen Dschungel des professionellen Fußballs zu vertreten. Sei es durch das erste deutsche Fan-Magazin der neueren Art, den “Millerntor Roar”, der noch heute, über fünf Jahre nach seiner Einstellung, als Urvater und Vorbild der deutschen Fanzinekultur gilt, sei es durch die Mitbegründung der bundesweiten Faninitiative “Bündnis Aktiver Fußball Fans” (BAFF), dem internationalen Netzwerk Alerta oder durch die Organisation von Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Phänomene eines immer mehr nur noch monetär geprägten Raumes.

Es kann nur das Ziel einer derartigen Arbeit sein, in diesem Umfeld Kommunikationsräume zu schaffen und Selbstinitiative zu stützen. Ohne die Fans, die diese Möglichkeiten nutzen, ohne die Eigeninitiative der Fans, den eigenen Kulturraum selbst zu gestalten, wäre auch der Fan-Laden nicht das, was er heute ist: Mittler zwischen Verein und Fans, tägliche Talkrunde, Infotisch, Frustabbauhilfe und Fanzentrale.

Fast nichts, was in der Fanszene auf St. Pauli geschieht, geht am Fan-Laden vorbei, fast keine bundesweiten Aktionen und Treffen laufen ohne den Fan-Laden ab, und keine deutsche Faninstitution kann auf so viele internationale Kontakte verweisen.

Mehr als zehn Jahre aktive Fanarbeit, vor allem von Fans für Fans, haben ein großes informelles Netzwerk geschaffen. Und nicht zuletzt die Bedeutung, die der Fan-Laden für den FC St.Pauli hat, zeigen, dass eine aktive Fanszene sich einen Stellenwert im eigenen Verein erarbeiten kann, der eben nicht nur eine “tumbe Masse” umfasst, sondern einen aktiven Teil des Gesamtvereins. Und so kann es auch in der Zukunft nur heißen: Räume schaffen, Selbstinitiative stützen und für die Fans das erreichen, was wirklich wichtig ist: entscheidender Teil einer Kultur zu sein.

Unsere zentralen Aufgaben sind die Organisation der Auswärtsfahrten, Fahrten und Sonderprogramm für Jugendliche unter 16 Jahren (für einige Auswärtsfahrten stellen wir speziell betreute Busse teilweise mit Übernachtung für den Fan-Nachwuchs bereit. “Kein Alkohol, keine Zigaretten” heißt das Motto für diese Fahrten der sogenannten U-16, deren Preise immer vom Taschengeld finanzierbar sein sollten) sowie für Mädchen und junge Frauen, die Organisation von Fan-Club-Fußballturnieren und -Delegiertenversammlungen, Fantalks, internationale Fanbegegnungen. Weiterhin sind wir Infostelle, Unterstützer sämtlicher relevanter Fan-Gruppen, Betreuer der inzwischen über 100 europaweit organisierten Fan-Clubs des Vereins u.v.m.. Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Bedürfnissen der Fans und lebt auch von diesen und deren Ideen.

Oftmals wird der Fanladen als reines Fan-Artikel-Geschäft angesehen. Das sind wir NICHT! Fanladen kommt von Infoladen. Eigentlich schade, dass überhaupt erklären zu müssen.

Wir sehen uns als Vertreter und kritischer Beobachter der Fans des FC St.Pauli, als “Anwalt” für die Fans bei Problemen mit dem Verein, Polizei, Ordnungsdienst oder Behörden und gleichzeitig als Vermittler zwischen Fans und dem Verein. Wir sind für alle Fans offen und stehen bei Fragen, Problemen, persönlichen Notlagen, Herstellung von Kontakten oder Wünschen mit Rat, Tat und Unterstützung zur Verfügung.

Nutzt EUREN Fanladen in der Brigittenstraße, kommt unter der Woche oder vor und nach den Heimspielen vorbei. Oder vor den Heimspielen und in der Halbzeit in den Container in der Nordkurve oder in unseren neuen Raum in der Südkurve.
Schnackt uns einfach an.

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