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	<title>Fanladen St. Pauli &#187; Polizei</title>
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	<description>FC St. Pauli-Fanprojekt, Informationsstelle, Treffpunkt</description>
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		<title>Fanladen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 21:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
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Fanzines
Ständiger Fanausschuss


Der Fanladen St. Pauli
Seit nun mehr als 19 Jahren existiert der Fanladen St. Pauli unter dem Dach des Vereins &#8220;Jugend und Sport e.V.&#8221;. Ins Leben gerufen von aktiven Fans des FC St. Pauli und heute beheimatet in der Brigittenstraße 3- wird  im Bereich der Fanbetreuung auf Grundlage des &#8220;Nationalen Konzept Sport und Sicherheit&#8221; [...]]]></description>
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<li><a href="?page_id=437">Fanzines</a></li>
<li><a href="?page_id=1768">Ständiger Fanausschuss</a></li>
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<h4>Der Fanladen St. Pauli</h4>
<p>Seit nun mehr als 19 Jahren existiert der Fanladen St. Pauli unter dem Dach des Vereins &#8220;Jugend und Sport e.V.&#8221;. <strong>Ins Leben gerufen von aktiven Fans des FC St. Pauli</strong> und heute beheimatet in der Brigittenstraße 3- wird  im Bereich der Fanbetreuung auf Grundlage des &#8220;Nationalen Konzept Sport und Sicherheit&#8221; (NKSS) gearbeitet.</p>
<p>Grundelemente des Konzepts im Hinblick auf Fan-Projekt-Arbeit bestehen in der <strong>gewaltpräventiven Arbeit mit jugendlichen Fußball-Fans</strong>. Daher ist der Fan-Laden St.Pauli Träger der öffentlichen Jugendhilfe und arbeitet unter den sozialarbeiterischen Aspekten der aufsuchenden und akzeptierenden Jugendarbeit.</p>
<p><strong>Seine vier hauptamtlichen MitarbeiterInnen</strong> Elin Wagner, Stefan Schatz (gleichzeitig Fan-Beauftragter des FC St. Pauli), Justus Peltzer und Carsten Kupisch arbeiten als Sozialarbeiter im Rahmen des Fan-Projekts. Unterstützt werden sie von der Teilzeitkraft Kolja Glatthor.</p>
<p>Auch wenn das Fan-Projekt seine Arbeit<strong> unabhängig vom FC St. Pauli und dessen Vereinsstrukturen</strong> verrichtet, darf die Wirkung und Akzeptanz im Verein und seinem Umfeld nicht unterschätzt werden. Eine möglichst enge Kooperation mit den relevanten Fan-Gruppen, neueren Entwicklungen, z.B. der Ultra Szene und den Vertretern der Vereinshierarchien beim FC St. Pauli bilden ein Hauptkriterium der Arbeit und unterstützt so die erfolgreiche Arbeit des St.Pauli-Fan-Projekts.</p>
<h5>Mehr als nur ein Fan-Projekt &#8211; Freiraum Fußball</h5>
<p>Schon aus seiner Entstehungsgeschichte heraus war und ist der Fan-Laden FC St.Pauli und sein Umfeld immer ein wenig mehr gewesen als eben nur das Fan-Projekt gemäß dem NKSS. Der Fan-Laden kann als<strong> Geburtsort einer neuen Fan-Kultur</strong> in Deutschland angesehen werden und gilt bis heute als <strong>eines der Vorbilder der alternativen Fanbewegung</strong>. Es war und ist immer ein wichtiges Anliegen gewesen, der &#8220;tumben Masse&#8221; eine Stimme zu verleihen, den Fans eine Möglichkeit zu schaffen und ihre Interessen im kommerziellen Dschungel des professionellen Fußballs zu vertreten. Sei es durch das erste deutsche Fan-Magazin der neueren Art, den &#8220;Millerntor Roar&#8221;, der noch heute, über fünf Jahre nach seiner Einstellung, als Urvater und Vorbild der deutschen Fanzinekultur gilt, sei es durch die Mitbegründung der bundesweiten Faninitiative &#8220;Bündnis Aktiver Fußball Fans&#8221; (BAFF), dem internationalen Netzwerk Alerta oder durch die Organisation von Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Phänomene eines immer mehr nur noch monetär geprägten Raumes.</p>
<p>Es kann nur das Ziel einer derartigen Arbeit sein, in diesem Umfeld <strong>Kommunikationsräume zu schaffen und Selbstinitiative zu stützen</strong>. Ohne die Fans, die diese Möglichkeiten nutzen, ohne die Eigeninitiative der Fans, den eigenen Kulturraum selbst zu gestalten, wäre auch der Fan-Laden nicht das, was er heute ist: Mittler zwischen Verein und Fans, tägliche Talkrunde, Infotisch, Frustabbauhilfe und Fanzentrale.</p>
<p>Fast nichts, was in der Fanszene auf St. Pauli geschieht, geht am Fan-Laden vorbei, fast keine bundesweiten Aktionen und Treffen laufen ohne den Fan-Laden ab, und keine deutsche Faninstitution kann auf so viele internationale Kontakte verweisen.</p>
<p>Mehr als zehn Jahre aktive Fanarbeit, vor allem von Fans für Fans, haben ein <strong>großes informelles Netzwerk geschaffen</strong>. Und nicht zuletzt die Bedeutung, die der Fan-Laden für den FC St.Pauli hat, zeigen, dass eine aktive Fanszene sich einen Stellenwert im eigenen Verein erarbeiten kann, der eben nicht nur eine &#8220;tumbe Masse&#8221; umfasst, sondern einen aktiven Teil des Gesamtvereins. Und so kann es auch in der Zukunft nur heißen: Räume schaffen, Selbstinitiative stützen und <strong>für die Fans das erreichen, was wirklich wichtig ist: entscheidender Teil einer Kultur zu sein</strong>.</p>
<p>Unsere <strong>zentralen Aufgaben sind die Organisation der Auswärtsfahrten, Fahrten und Sonderprogramm für Jugendliche unter 16 Jahren</strong> (für einige Auswärtsfahrten stellen wir speziell betreute Busse teilweise mit Übernachtung für den Fan-Nachwuchs bereit. &#8220;Kein Alkohol, keine Zigaretten&#8221; heißt das Motto für diese Fahrten der sogenannten U-16, deren Preise immer vom Taschengeld finanzierbar sein sollten) <strong>sowie für Mädchen und junge Frauen, die Organisation von Fan-Club-Fußballturnieren und -Delegiertenversammlungen, Fantalks, internationale Fanbegegnungen</strong>. Weiterhin sind wir Infostelle, Unterstützer sämtlicher relevanter Fan-Gruppen, Betreuer der inzwischen über 100 europaweit organisierten Fan-Clubs des Vereins u.v.m.. Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Bedürfnissen der Fans und lebt auch von diesen und deren Ideen.</p>
<p><strong>Oftmals wird der Fanladen als reines Fan-Artikel-Geschäft angesehen. Das sind wir NICHT! Fanladen kommt von Infoladen. Eigentlich schade, dass überhaupt erklären zu müssen.</strong></p>
<p>Wir sehen uns als <strong>Vertreter und kritischer Beobachter der Fans des FC St.Pauli</strong>, als &#8220;Anwalt&#8221; für die Fans bei Problemen mit dem Verein, Polizei, Ordnungsdienst oder Behörden und gleichzeitig als Vermittler zwischen Fans und dem Verein. Wir sind für alle Fans offen und stehen bei Fragen, Problemen, persönlichen Notlagen, Herstellung von Kontakten oder Wünschen mit Rat, Tat und Unterstützung zur Verfügung.</p>
<p><strong>Nutzt EUREN Fanladen in der Brigittenstraße</strong>, kommt unter der Woche oder vor und nach den Heimspielen vorbei. Oder vor den Heimspielen und in der Halbzeit in den Container in der Nordkurve oder in unseren neuen Raum in der Südkurve.<br />
Schnackt uns einfach an.</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/auswartsfahrt/" title="Auswärtsfahrt" rel="tag">Auswärtsfahrt</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/essen/" title="Essen" rel="tag">Essen</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/fantalk/" title="Fantalk" rel="tag">Fantalk</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/fanzine/" title="Fanzine" rel="tag">Fanzine</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/kontakt/" title="Kontakt" rel="tag">Kontakt</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/reise/" title="Reise" rel="tag">Reise</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/turnier/" title="Turnier" rel="tag">Turnier</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/u-18/" title="U-18" rel="tag">U-18</a></span>

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		<title>Der Fanladen St. Pauli kehrt unter Vorbehalten zu Gesprächen mit der Polizei zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2007 18:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Bekanntermaßen kam es am 17.11.2006 nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Erfurt zu einem fragwürdigen und unseres Erachtens unverhältnismäßigen polizeilichen Einsatz vor und in den Räumlichkeiten des Fanladen St. Pauli. Dem ging eine Entwicklung voraus, die von einer kontinuierlichen Verschärfung ordnungspolitischer Maßnahmen gegenüber den Fans des FC St. Pauli als auch von einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntermaßen kam es am 17.11.2006 nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Erfurt zu einem <a href="?p=207">fragwürdigen und unseres Erachtens unverhältnismäßigen polizeilichen Einsatz vor und in den Räumlichkeiten des Fanladen St. Pauli</a>. Dem ging eine Entwicklung voraus, die von einer kontinuierlichen Verschärfung ordnungspolitischer Maßnahmen gegenüber den Fans des FC St. Pauli als auch von einem massiv wachsenden Misstrauen der verantwortlichen Polizeiführung in die Arbeit des Fanladens geprägt war.<span id="more-206"></span></p>
<p>Mit der <a href="?p=207">Veröffentlichung einer Stellungnahme</a> haben wir unserem Protest zum Einsatz im Zusammenhang mit den bereits vorangegangenen Entwicklungen Ausdruck verliehen. Ebenso wurden von uns seither verschiedene regionale und überregionale Institutionen in der Sache aktiviert. Darüber hinaus bekundete die Fanszene des FC St. Pauli eigeninitiativ in vielfältiger Form ihre Solidarität mit dem Fanladen und die massive Ablehnung des polizeilichen Vorgehens am besagten Tag.</p>
<p>Wie bereits in der Stellungnahme formuliert, haben wir infolge dieser Eskalation im Verhältnis zu den Polizeiverantwortlichen die Zusammenarbeit ausgesetzt. Zudem haben wir ein Einräumen von Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem fraglichen Einsatz sowie eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer Arbeit eingefordert.</p>
<p>Nach nun fünf Monaten ziehen wir Bilanz und müssen mit Bedauern feststellen, dass von Seiten der verantwortlichen Polizeiführung bislang keinerlei Einsicht erkennbar ist &#8211; trotz einiger seither erfolgter Gespräche in unserer Abwesenheit und auch von außen stehender Seite geäußerter Kritik am polizeilichen Vorgehen. So fand zuletzt in den Räumlichkeiten des FC St. Pauli unter anderem ein Gespräch statt, an dem der Vorstand und die Geschäftsführung unseres Trägervereins Jugend und Sport e.V., die verantwortliche Polizeieinsatzleitung sowie Vertreter des Präsidiums, des Aufsichtsrats und der Sicherheitsbeauftragte des FC St. Pauli beteiligt waren.</p>
<p>Leider brachte das Gespräch nicht das von uns erwartete Ergebnis. Die polizeilichen Verantwortungsträger verteidigten ihr Vorgehen weiterhin, räumten keinerlei fehlerhaftes Einsatzverhalten ein und zeigten ebenso wenig Bereitschaft, sich mit den Herangehensweisen unserer Arbeit vertraut zu machen.</p>
<p>Dies ist für uns umso verwunderlicher, da unserer Geschäftsführung mittlerweile die staatsanwaltlichen Unterlagen und damit die polizeilichen Zeugenaussagen in der Sache vorliegen. Auf Basis dieser Dokumente ist nach Einschätzung unseres Geschäftsführers unsere derzeitige Position gefestigt. Es bleibt nun eine gewisse Bitterkeit darüber, dass es weder der übergeordneten Polizeiführung noch der verantwortlichen Einsatzleitung bislang möglich war, uns als Zeichen souveräner Kritikfähigkeit und Dialogbereitschaft zumindest ihr Bedauern über den Einsatz auszusprechen.</p>
<p>Nichtsdestotrotz haben wir uns gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Vorstand unseres Trägervereins Jugend und Sport e.V. entschlossen, als MitarbeiterInnen des Fanladen St. Pauli unter Vorbehalten ins Gespräch mit der Hamburger Polizei zurückzukehren und künftig auch wieder an den Sicherheitsbesprechungen teilzunehmen. Wir haben diese Entscheidung getroffen, um im Interesse der Fans des FC St. Pauli unserem notwendigen Auftrag auch gegenüber der Hamburger Polizei wieder verstärkt gerecht werden zu können: im Rahmen unserer Möglichkeiten die Interessen junger Fußballfans institutionell kritisch zu vertreten und die Schaffung von fanfreundlichen Bedingungen zu fördern, sodass letztlich allen Fans des FC St. Pauli und den Gästefans ein reibungsloser und friedlicher Ablauf und der Spaß an “ihrem” Fußballerlebnis ermöglicht werden kann.</p>
<p>Abschließend möchten wir jedoch ebenso klar festhalten, dass wir mit der Entscheidung, künftig wieder in den Dialog mit den verantwortlichen Polizeidienststellen zu treten, keinesfalls auf unsere Forderungen aus der Stellungnahme verzichten.</p>
<p>Wir wollen und werden die polizeilichen Verantwortungsträger weiterhin zu einer kritischen Aufarbeitung ihres Einsatzverhaltens drängen und erwarten von ihnen nach wie vor eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer Arbeit sowie die Anerkennung derselben. Neben einer derzeit laufenden gerichtlichen Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes am fraglichen Tag und der Begleitung der Nachspielphasen bei Heimspielen durch unabhängige Anwälte haben wir daher unter Hinzuziehung überörtlicher Stellen bereits weitere Schritte initiiert, die unserem weiter bestehenden Klärungsbedarf in der Sache entsprechen.</p>
<p>An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ausdrücklich beim ehemaligen Vizepräsidenten des FC St. Pauli, Herrn Rummelhagen, für sein Engagement in der Sache bedanken.</p>
<p>Hamburg, 10.04.2007</p>
<p>gez.<br />
von den MitarbeiterInnen des Fanladen St. Pauli<br />
Heiko Schlesselmann Cathrin Baumgardt Daniela Wurbs Stefan Schatz</p>
<p>vom Geschäftsführer des Vereins Jugend und Sport e.V.<br />
Dieter Bänisch</p>
<p>Und vom Vorstand des Vereins Jugend und Sport e.V.<br />
Holger Groth Prof. Dr. Richard Sorg Kurt Rohde</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a></span>

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		<title>FC St. Pauli geht neue Wege bei der Vergabe von Stadionverboten</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 19:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Praxis der Vergabe von bundesweiten Stadionverboten seitens der Vereine der Bundes- und Regionalligen steht seit Jahren in der Kritik von FanvertreterInnen, Fanprojekten etc. Auch der FC St. Pauli musste sich schon oft mit der Thematik auseinandersetzen, da auch AnhängerInnen des Vereins betroffen waren.
In langen Diskussionen mit VertreterInnen von Fanladen St. Pauli, Abteilung Fördernde Mitglieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Praxis der Vergabe von bundesweiten Stadionverboten seitens der Vereine der Bundes- und Regionalligen steht seit Jahren in der Kritik von FanvertreterInnen, Fanprojekten etc. Auch der FC St. Pauli musste sich schon oft mit der Thematik auseinandersetzen, da auch AnhängerInnen des Vereins betroffen waren.</p>
<p>In langen Diskussionen mit VertreterInnen von Fanladen St. Pauli, Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM), Fanclub-Sprecherrat und ProFans (Fan-Initiative, www.profans.de) auf der einen und dem Sicherheitsbeauftragten Sven Brux auf der anderen Seite wurden seit Oktober 2006 Wünsche und Möglichkeiten erörtert, die vom FC St. Pauli ausgeübte Vergabepraxis so umzugestalten, dass sowohl die Interessen der Fanvertreter und des Vereins gewahrt bleiben bzw. berücksichtigt werden, als auch die für den Regionalligisten bindenden DFB-Richtlinien nicht verletzt werden.<span id="more-212"></span><br />
Grundsätzlich ging es um die Frage, ob langfristige Stadionverbote dem in den Richtlinien aufgeführten Zweck, zukünftiges sicherheitsgefährdendes Auftreten des Betroffenen zu vermeiden, dienlich sind oder vielleicht sogar kontraproduktiv wirken. Ein Indiz für Letzteres ist, dass der/die Betroffene für lange Zeit aus seiner fußballbezogenen sozialen Bezugsgruppe gerissen wird, was im Einzelfall einen nicht unerheblichen Einschnitt in die Lebenswelt des meist jugendlichen Fans bedeutet. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen vielmehr, dass bereits ein Stadionverbot von nur einigen Monaten ein spürbares Negativerlebnis darstellt und zumeist ein Umdenken dahingehend auslöst, sich künftig gesetzeskonform zu verhalten, um nicht erneut (und dann womöglich für eine noch längere Zeit) dem geliebten Verein fernbleiben zu müssen.<br />
Ferner hat sich gezeigt, dass eine Vielzahl der von der Polizei angezeigten Vergehen von der Staatsanwaltschaft eingestellt wurde oder gar vor Gericht ein Freispruch erfolgte.</p>
<p>Hiervon ausgehend ergab die Diskussion, künftig beim FC St. Pauli möglichst wie folgt zu agieren:
<ol>
<li>Klarere Trennung von Anhörungsrecht und Erteilung des Stadionverbots: Ähnlich wie bei den Fällen rund um das Chemnitz-Spiel sollen die Betroffenen erst ein Schreiben erhalten, in dem das Stadionverbot angekündigt und der Betroffene zu Anhörung/Stellungnahme gebeten wird. Hierbei soll klar auf die mögliche Hilfe des Fanbeauftragten/Fan-Projekts hingewiesen werden.</li>
<li>Bei der Erteilung des Stadionverbots soll die Laufzeit abhängig gemacht werden vom Einzelfall: Inhalt und Form der Einlassung des/der Betroffenen, Persönlichkeit und Geschichte des/der Betroffenen, Betrachtung des Vorfalls und dessen Entstehung (statt Katalogisierung nach Straftatbestand).</li>
<li>Die Dauer der Stadionverbote soll unter 1 Jahr Dauer liegen, in den meisten Fällen sogar deutlich darunter. Gemäß der Bestimmungen ist eine Aussetzung nach der Hälfte der Stadionverbotsdauer möglich, ggf. gegen Auflagen.</li>
<li>Diese Auflagen sollen nicht nur im direkten Umfeld des Vereins liegen, sondern auch in benachbarten Projekten wie bspw. Café mit Herz, BallKult, Bauspielplatz u.ä.<br />
Nur in Extremfällen soll ein Ausschuss wie nach dem Chemnitz-Spiel einberufen werden.</li>
</ol>
<p>Selbstverständlich wird diese Vorgehensweise nicht nur bei betroffenen Anhängern des FC St. Pauli angewandt, sondern auch bei Fans des Gastvereins, soweit der FC St. Pauli aufgrund deren Fehlverhaltens tätig werden muss.<br />
Der FC St. Pauli und die beteiligten Fan-Organisationen stehen gemeinsam hinter diesem Beschluss und hoffen, dass diese Maßnahme auch in der bundesweiten Diskussion richtungsweisend sein wird. Am schönsten wäre es allerdings, wenn es gar nicht erst zu o.g. Verfahren kommen müsste, weil sich einfach alle BesucherInnen eines Fußballspiels regelkonform verhalten.</p>
<p>FC St. Pauli – Präsidium und Sicherheitsbeauftragter<br />
Abteilung Fördernder Mitglieder im FC St. Pauli<br />
Fanladen St. Pauli<br />
Sprecherrat der eingetragenen St. Pauli Fanclubs<br />
Pro Fans St. Pauli</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/afm/" title="AFM" rel="tag">AFM</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/fanclubs/" title="Fanclubs" rel="tag">Fanclubs</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/pro-fans/" title="Pro Fans" rel="tag">Pro Fans</a></span>

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		<title>Sprecherrats der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli zu den Ereignissen bei Arminia Hannover</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 19:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Fanclubs]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung des Sprecherrats der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli zu den Ereignissen am 25. Februar 2006 beim Oberliga Spiel des FC St. Pauli II bei Arminia Hannover]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pressemitteilung des Sprecherrats der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli zu den Ereignissen am 25. Februar 2006 beim Oberliga Spiel des FC St. Pauli II bei Arminia Hannover</strong><br />
Am 25. Februar kam es &#8211; anlässlich des Oberligaspiels Arminia Hannover gegen St. Pauli II &#8211; in Hannover und später auch noch im Hamburg zu einem, in seiner Dimension nicht nachvollziehbaren, Einsatz von Seiten der Polizei, welche der Fanclubsprecherrat weder unkommentiert lassen kann noch will.<span id="more-215"></span><br />
<strong>Die Ausgangssituation</strong><br />
Das Regionalliga-Spiel bei den Amateuren von Werder Bremen wurde abgesagt. Also entschlossen sich einige St. PaulianerInnen dazu, die 2. Mannschaft in Hannover zu unterstützen. Arminia Hannover ist bereits seit den 80er Jahren ein beliebter Gegner, mit dem man gerne feiert und die gemeinsame Geschichte der beiden Vereine ist stets eine freundschaftliche gewesen.<br />
Etwa 100 St. Pauli Fans machten sich &#8211; hier schon unter Aufsicht der Polizei &#8211; mit dem Zug vom Hamburger Hauptbahnhof auf den Weg nach Hannover.</p>
<p>Wie beteiligte sowie unbeteiligte Augenzeugen berichten, wurden die St. Pauli Fans nach ihrer Ankunft am Bahnhof in Hannover mit großer Präsenz empfangen. Bei den mitreisenden Fans rief dies großen Unmut hervor. Auch im Nachhinein erscheint das, völlig unverhältnismäßig zahlenmäßige Auftreten der Polizei am Bahnhof als in kleinster Weise nachvollziehbar &#8211; schließlich befanden sich die Fans auf dem Weg zu einem Spiel ihres Oberliga Teams gegen einen befreundeten Verein. Scheinbar ohne ersichtlichen Grund wurden sie durch entsprechende Maßnahmen an ihrem ursprünglich geplanten Weg zum Stadion gehindert. Die St. PaulianerInnen wurden etwa eine Stunde am Bahnhof festgehalten, alle Personalien wurden aufgenommen, sie wurden abgefilmt und teilweise durchsucht und Gänge auf die Toilette wurden nur in Begleitung von gleich zwei Beamten gestattet. Dies, obwohl es auf der Zugfahrt nach unseren Berichten zu keinerlei Zwischenfällen unter Beteiligung von St. Pauli Fans gekommen ist.</p>
<p>Im Stadion setzte sich das nicht-nachvollziehbare Verhalten der Ordnungshüter mit dem (letztlich wieder eingestellten) Versuch fort, über polizeiliche Maßnahmen im Stadion eine absolute Fantrennung der befreundeten Anhängergruppen des FC St. Pauli und Arminia Hannover erreichen zu wollen.</p>
<p>Auch auf der Rückfahrt waren zahlreiche St. Pauli Fans mehr als irritiert über die polizeiliche Vorgehensweise. So wurden die St. PaulianerInnen nach einer kleinen Feier bei den Arminen in Polizeibegleitung zum Bahnhof gebracht. Am Bahnhof angekommen, wurden sie erneut daran gehindert, sich dort frei zu bewegen. Auch die Zugfahrt fand unter Polizeibegleitung statt. In Hamburg in Empfang genommen, wurden die St. Paulianer wiederum von der Polizei.</p>
<p>Nach Informationen von Arminia Hannover lag die starke Präsenz der Polizei, sowie deren unverhältnismäßiges Auftreten in entsprechenden Informationen durch die Hamburger Polizei begründet. Wir verurteilen diese Vorgehensweise der Polizei, da dies dazu führt, dass St. Pauli Fans in der öffentlichen Meinung schlecht gemacht und kriminalisiert werden. Auf Seiten vieler Fans wächst zudem der Unmut über eine, sich scheinbar fortgesetzt steigernde, Überdimensioniertheit polizeilicher Einsatzstrategien bei Spielen des FC St. Pauli.</p>
<p>Dieses Vorgehen der Polizei steht in einer Reihe mit weiteren, in ihrer Verhältnismäßigkeit nicht nachvollziehbaren Einsätzen der Hamburger Polizei in den letzten Monaten. St. Pauli Fans sind keine Verbrecher &#8211; wir fordern deshalb die Hamburger Polizei dazu auf, deeskalierende Maßnahmen zu ergreifen und diese durch eine angemessene Informationsweitergabe in den Gastgeberstädten der Auswärtsspiele zu unterstützen. Derzeit hat es bedauerlicherweise den Anschein, als würden St. Pauli Fans von Seiten der Polizei hauptsächlich als potentielle Straftäter oder schlicht als Sicherheitsproblem angesehen. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Vorfälle am Fanladen St. Pauli nach dem Spiel Rot-Weiß Erfurt am 17.11.2006 von Seiten der Polizei noch nicht angemessen überdacht wurde, was uns erheblichen Anlass zur Sorge gibt.</p>
<p>Sprecherrat der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli unterstützt vom Fanladen St. Pauli</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/fanclubs/" title="Fanclubs" rel="tag">Fanclubs</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a></span>

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		<title>Wer Solidarität verweigert, stärkt die Gegenseite</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2006 19:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Fanclubs]]></category>
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		<description><![CDATA[Offener Brief an das Präsidium des FC St. Pauli vom Fanclub-Sprecherrat
Mit größter Enttäuschung haben wir vernehmen müssen, dass das Präsidium des FC St. Pauli nicht bereit ist, dem Fanladen seine Solidarität zu erklären und den unverhältnismäßigen Polizeiüberfall auf den Fanladen und dessen BesucherInnen am 17.11.2006 zu verurteilen.
Noch mehr entsetzt und wütend gemacht hat uns aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Offener Brief an das Präsidium des FC St. Pauli vom Fanclub-Sprecherrat</strong><br />
Mit größter Enttäuschung haben wir vernehmen müssen, dass das Präsidium des FC St. Pauli nicht bereit ist, dem Fanladen seine Solidarität zu erklären und den unverhältnismäßigen Polizeiüberfall auf den Fanladen und dessen BesucherInnen am 17.11.2006 zu verurteilen.<br />
Noch mehr entsetzt und wütend gemacht hat uns aber die Tatsache, dass das Präsidium das Verteilen von Informationsflugblättern im Stadion anlässlich des Magdeburgspiels verbieten will (edit: Verbot wurde eine Stunde vor Spielbeginn aufgehoben).<br />
Wir werden Beides nicht widerspruchslos hinnehmen!<span id="more-221"></span></p>
<p>Wie in der <a href="?p=207">Stellungnahme des Fanladens und des Vereins Jugend und Sport</a> bereits geschildert, kam es am Freitag, den 17.11.06 im Anschluss an das Spiel gegen Erfurt zu einer weiteren Eskalation seitens der Polizei gegen die Fanszene des FC St. Pauli. Dies war der bisherige traurige Höhepunkt in der zunehmend repressiveren und eskalierenden Taktik der Hamburger Polizei gegen die Fans unseres Vereins. Im Zuge dieser Eskalation und Provokation wurde seitens der Polizei der Fanladen überfallen und von allen Anwesenden (auch von den MitarbeiterInnen des Fanladens) Personalien aufgenommen und Fotos gemacht.<br />
Jeder und jede, welche sich mit der Arbeit sozialpädagogischer und sozialarbeiterischer Projekte beschäftigt, weiß, dass dies eine nicht zu akzeptierende Einmischung und Provokation der Arbeit sozialer Projekte darstellt. Ein soziales Projekt wie das Fanprojekt ist ein geschützter Raum, in welchem parteilich, vertrauensvoll und bei Bedarf auch anonym soziale Arbeit getätigt wird.</p>
<p>Gerade erst wurde die hervorragende Arbeit des Fanladens durch die <a href="?p=224">Verleihung des Integrationspreises der Stadt Hamburg für das Projekt Kiezkick des Fanladens gewürdigt</a>. Darüber hinaus gab es in den letzten Wochen auf Grund bundesweiter negativer Ereignisse, wie wir sie von St. Pauli Fans noch nie erleben mussten, von Seiten des DFB, DFL und der Bundeskanzlerin eine Aufwertung der Fanprojektarbeit hinsichtlich deren Bedeutung für die soziale Arbeit mit Fans.<br />
Dass dies die Hamburger Polizei wenig interessiert und diese das Fanprojekt St. Pauli lieber heute als morgen zerschlagen sehen möchte, steht auf einem anderen Blatt.</p>
<p>Dass dies aber den Verantwortlichen unseres Vereins entgangen ist, ist einfach nur beschämend. Anstatt sich – wie andere Vereine auch – solidarisch hinter den Fanladen und die Fans zu stellen, verbietet das Präsidium für das Stadion das Verteilen von Flugblättern, welche die Geschehnisse dokumentieren.</p>
<p>Wir werden dies so nicht akzeptieren:<br />
Wir fordern das Präsidium auf, seine Haltung umgehend zu ändern, dem Fanladen seine uneingeschränkte Solidarität auszusprechen und den Polizeiüberfall auf den Fanladen zu verurteilen.<br />
Sollte dies nicht geschehen, müssen wir davon ausgehen, dass sich das Präsidium zum Erfüllungsgehilfen der Hamburger Polizeitaktik macht und sich damit gegen diejenigen stellt, die diesem Verein in den letzten zwei Jahrzehnten erst seine europaweite Reputation gebracht haben.</p>
<p>Als Konsequenz hieraus sehen wir uns zurzeit nicht mehr in der Lage, mit diesem Präsidium weiterhin zusammen zu arbeiten. Als gewählte Fanvertretung werden wir so lange die Mitarbeit in allen Vereinsgremien und Projekten beenden, bis das Präsidium gezeigt hat, dass es auf der Seite der Fans des FC St. Pauli steht und nicht auf der Seite der Repression.</p>
<p>Gezeichnet: Roger Hasenbein, Tanja Paul<br />
für den Sprecherrat der organisierten Fanclubs des FC St. Pauli</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/fanclubs/" title="Fanclubs" rel="tag">Fanclubs</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a></span>

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		<title>Stellungnahme zu den Vorfällen am 17.11.</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 18:47:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Verhältnismäßigkeit der Einsätze und der Wertschätzung langjährig etablierter Fanarbeit beim FC St. Pauli durch die Hamburger Polizei
Stellungnahme des Fanladen St. Pauli, des Fanprojekts des FC St. Pauli, zu den Vorfällen nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Rot-Weiß Erfurt am Freitag, den 17.11.2006]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind erschüttert und entsetzt über den Einsatz der Polizei im und am Fanladen am Freitag nach dem Erfurtspiel.<br />
Wir haben mit unserem Vorstand und der Geschäftsführung des Verein Jugend und Sport e.V. einen gemeinsamen Text entworfen, um der steigenden Repressions-Spirale und verhärteter Fronten entgegen zu treten. Diesen haben wir der Polizei-Einsatzleitung und der Ebene darüber zugesandt mit der Bitte um Änderung in der Polizeitaktik. Daraufhin kam keine Reaktion.</p>
<p>Deshalb veröffentlichen wir diese Stellungnahme jetzt hier und hoffen auf eine öffentliche Reaktion und größeren Druck in Richtung der Verantwortlichen für die Polizei-Einsätze der letzten Monate.<span id="more-207"></span><br />
<strong>Zur Verhältnismäßigkeit der Einsätze und der Wertschätzung langjährig etablierter Fanarbeit beim FC St. Pauli durch die Hamburger Polizei<br />
Stellungnahme des Fanladen St. Pauli, des Fanprojekts des FC St. Pauli, zu den Vorfällen nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Rot-Weiß Erfurt am Freitag, den 17.11.2006</strong><br />
Am Freitag, den 17.11.2006, kam es nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Rot-Weiß Erfurt im Rahmen des traditionellen Marsches der Fangruppierung Ultrà Sankt Pauli vom Stadion zum Fanladen St. Pauli in der Brigittenstraße in dessen unmittelbarer Nähe zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei.<br />
Im Zuge des polizeilichen Einsatzes wurde massiv mit Schlagstöcken und Pfefferspray sowohl gegen die TeilnehmerInnen des Marsches als auch gegen Unbeteiligte und vermittelnde Fanprojekt-Mitarbeiterinnen vorgegangen. Ebenso wurden Fans nach eigenen Angaben verschiedentlich durch Beamte beleidigt und in teils drastischer Art und Weise verbal bedroht.<br />
Etwa eine Stunde später kamen circa 15-20 uniformierte Beamte in Schutzausrüstung in den Fanladen, um von den noch etwa 10 anwesenden Personen (inkl. der Fanladen-MitarbeiterInnen) die Personalien und (teilweise auch von den Fanladen-MitarbeiterInnen) Fotos aufzunehmen. Währenddessen hatten circa 50 Beamte das Gelände um den Fanladen abgesperrt und jeglichen Durchgang verweigert. Die ursprünglich durch den Leiter der Maßnahme im Fanladen geäußerte Begründung für das Vorgehen lautete auf Strafverfolgung des Tatbestands Beleidigung, was zu einem späteren Zeitpunkt durch den Einsatzleiter um die Tatvorwürfe des schweren Landfriedensbruchs und versuchter schwerer Körperverletzung erweitert wurde.</p>
<p>Selbstverständlich und als immanenter Teil unseres professionellen Auftrags als kritisch-parteiliche VertreterInnen von Faninteressen distanzieren wir uns deutlich von jeglichen gewalttätigen Handlungen von Seiten der FußballanhängerInnen, wie Angriffe, bspw. in Form von Flaschenwürfen auf Polizeibeamte. Solches Verhalten wird von uns weder akzeptiert noch geduldet, und es liegt uns fern, Formen von Gewalt zu verharmlosen.</p>
<p>Jedoch lassen uns sowohl alle Berichte und Eindrücke, die wir von den Ereignissen und deren Entwicklung selbst gewinnen konnten, als auch die Schilderungen von TeilnehmerInnen des Marsches – St.-Pauli-Fans jeglicher Couleur und jeglichen Alters – sowie von unbeteiligten AugenzeugInnen und BesucherInnen des Fanladens übereinstimmend zu einem Schluss kommen, der uns veranlasst, die Verhältnismäßigkeit des polizeilichen Vorgehens an diesem Abend in seiner Massivität deutlich infrage zu stellen.</p>
<p>Bedauerlicherweise ist dies nicht zum ersten Mal geschehen. Die am vergangenen Freitag erreichte Eskalationsstufe steht aus unserer Sicht vielmehr für eine neue Qualität in einer ordnungspolitischen Spirale repressiver Maßnahmen gegenüber zumeist jugendlichen Fußballfans, die sich seit geraumer Zeit in Hamburg beobachten lässt.</p>
<p>Kurzfristigen, ordnungspolitischen Interventions-Strategien scheint derzeit der Vorzug gegeben zu werden sowohl gegenüber deeskalierenden polizeilichen Handlungsalternativen als auch gegenüber langfristig und auf Nachhaltigkeit angelegten, sozialpräventiven Herangehensweisen der Fanarbeit. Dies bestätigt sich in drastischer Form anhand der Vorgehensweise im Zuge des Einsatzes in den Räumlichkeiten des Fanladens und der dort vorgenommenen Personalienfeststellungen, wodurch in besorgniserregender Art und Weise ein geschützter Raum eines anerkannten freien Trägers der Jugendhilfe durch polizeiliche Intervention missachtet wurde.</p>
<p>Diesem Schritt geht die Entwicklung voraus, innerhalb derer der verantwortliche Polizei-Einsatzleiter uns mehrfach das Vertrauen in unsere Arbeit abgesprochen sowie in Sicherheitsbesprechungen zu den Heimspielen des FC St. Pauli die Unmöglichkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Fanladen St. Pauli zum Ausdruck gebracht hat. Dies geschah insbesondere aufgrund unserer Weigerung, vertrauliche Informationen aus der Fanszene an die Polizei weiterzugeben.</p>
<p>Die Arbeit eines Fanprojekts gemäß dem „Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“, der Arbeitsgrundlage aller sozialpädagogischen Fanprojekte in Deutschland zusammen mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII, basiert auf der Herstellung eines Vertrauensverhältnisses zu den Fans.</p>
<p>Schon allein angesichts des sehr negativ belasteten Verhältnisses zwischen Fans und polizeilichen Organen im modernen Fußball kann und darf Fanarbeit nur mehr nach beiden Seiten vermittelnd tätig sein, aber keinesfalls zum verlängerten Arm ordnungspolitischer Instanzen werden! Würden FanarbeiterInnen bspw. personenbezogene oder andere vertrauliche Daten an die Polizei weiterleiten, würde dies zum unweigerlichen Verlust der Vertrauensbeziehung zu den Fans führen.</p>
<p>Diese Arbeitsgrundsätze werden von Seiten des Fanladen St. Pauli bereits seit über 16 Jahren aktiv und erfolgreich vertreten und sollten auch der Polizei bekannt sein.</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a></span>

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		<title>Hinweise für Zugfahrer nach Lübeck</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Aug 2006 20:13:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Auswärtsfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundespolizei rief eben im Fanladen an und gab folgendes bekannt:
Falls die Züge nach Lübeck zu voll sein sollten und somit die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, werden sie veranlasst sein, diese zu räumen!
Wie sie das machen wollen blieb offen (muss auch der Fahrgast, der nicht sichtbar als St. Pauli Fan zu erkennen ist den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundespolizei rief eben im Fanladen an und gab folgendes bekannt:<br />
Falls die Züge nach Lübeck zu voll sein sollten und somit die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, werden sie veranlasst sein, diese zu räumen!<br />
Wie sie das machen wollen blieb offen (muss auch der Fahrgast, der nicht sichtbar als St. Pauli Fan zu erkennen ist den Zug verlassen?)!<br />
Uns fehlen die Worte und es fällt uns gerade auch nichts besseres ein, als Euch zu raten rechtzeitig am Bahnfof zu sein oder auch Fahrgemeinschaften zu bilden…</p>

	Schlagworte: <span class="schlagworte"><a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/auswartsfahrt/" title="Auswärtsfahrt" rel="tag">Auswärtsfahrt</a> &middot; <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/tag/polizei/" title="Polizei" rel="tag">Polizei</a></span>

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		<title>Offener Brief an den Präsidenten des FC St. Pauli</title>
		<link>http://www.stpauli-fanladen.de/2006/04/offener-brief-an-den-prasidenten-des-fc-st-pauli/</link>
		<comments>http://www.stpauli-fanladen.de/2006/04/offener-brief-an-den-prasidenten-des-fc-st-pauli/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Apr 2006 21:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiezkicker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Fanclubs]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Sprecherrat der organisierten Fanclubs des FC St. Pauli
Da interne Gespräche und intern gehaltene Schreiben an den Präsidenten des FC St. Pauli in der Vergangenheit offensichtlich nichts genutzt haben, sehen wir uns leider gezwungen, heute den Weg des offenen Briefes wählen zu müssen.
Vordergründiger Anlass sind die Ereignisse der letzten Tage. Am Donnerstag, den 06.04.06 gab es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Sprecherrat der organisierten Fanclubs des FC St. Pauli</p></blockquote>
<p>Da interne Gespräche und intern gehaltene Schreiben an den Präsidenten des FC St. Pauli in der Vergangenheit offensichtlich nichts genutzt haben, sehen wir uns leider gezwungen, heute den Weg des offenen Briefes wählen zu müssen.<br />
Vordergründiger Anlass sind die Ereignisse der letzten Tage. Am Donnerstag, den 06.04.06 gab es ein Gespräch des Präsidenten unter Teilnahme des Sicherheitsbeauftragten des Vereins und verspäteter Hinzuziehung des Fanbeauftragten mit der Polizei. Bei diesem Gespräch ging es um die Vorkommnisse während und nach dem Chemnitzspiel. Es war klar, dass es sich hierbei um ein Fan relevantes Thema handeln würde. Anders als in der Vergangenheit praktiziert und abgesprochen, wurden gewählte Fanvertreter zu diesem Gespräch nicht eingeladen. Hierbei spielt es auch keine Rolle, wer zu diesem Gespräch aufgefordert/eingeladen hat. Es wurde wieder einmal über Fans gesprochen, aber nicht mit ihnen.<span id="more-251"></span></p>
<p>Die Missachtung des Fanclubsprecherrats als legitimierter Vertretung der St. Pauli Fanclubs wird nicht nur bei diesem Beispiel deutlich.<br />
In der Vergangenheit war es darüber hinaus Usus bei fanrelevanten Themen FanvertreterInnen zu befragen oder zu Gesprächen hinzu zu ziehen. Dies galt auch bei bestimmten Entscheidungen der Marketing. So wurde schon im Vorfeld vermieden, dass es zu Aktionen kommen könnte, die in der Fanszene zu Unmut und Verstimmungen führen könnte. Diese Gespräche gibt es so nicht mehr.<br />
Erneutes Beispiel hierfür ist die Werbe/Chore &#8211; Aktion mit dem Hamburger Abendblatt. Hierzu haben wir an anderer Stelle bereits Stellung bezogen.</p>
<p>Beide Beispiele innerhalb weniger Tage zeigen uns deutlich, wie wenig Interesse seitens des Präsidenten an einer Zusammenarbeit mit den FanvertreterInnen besteht. Und dies vor dem Hintergrund, dass unser Verein ohne seine Fans wohl kaum in einem solchen Ausmaße über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt und beliebt wäre.<br />
Abgesehen von diesem neuerlichen Affront gegen die Fans des FC St. Pauli gilt es auch noch einige Sätze zu dem oben erwähnten Gespräch zu sagen.</p>
<p>Alle die während und nach dem Chemnitzspiel dabei waren, wurden Zeugen einer völlig verfehlten Einsatztaktik der Hamburger Polizei. Wenn also der Sicherheitsbeauftragte des Vereins sachlich begründete Kritik am Einsatzkonzept und an der Untätigkeit während des Spiels öffentlich äußert, verdient er Respekt und Unterstützung. Sie dagegen machen in ihm einen der Schuldigen aus, indem Sie seine öffentlich gemachten Feststellungen im Beisein der Polizei kritisieren. Auch dies ist leider nicht neu. Wir erinnern hierbei an einem Brief aus dem letzten Jahr.<br />
Dem Fass die Krone aufgesetzt wird dann auch noch dem Fanladen Versagen unterstellt. Er sei seinen sozialpädagogischen Auftrag nicht nachgekommen, da er das Werfen von Flaschen nicht verhindert und somit nicht deeskalierend gewirkt habe.<br />
Herr Littmann – warum haben nicht Sie sich hinter jeden der ca. 800 demonstrierenden, potentiellen Flaschenwerfer gestellt?</p>
<p>Was die sozialpädagogische Arbeit des Fanladens betrifft, sprechen wir Ihnen jedes Recht ab, diese beurteilen zu können. Nicht zum ersten Mal haben Sie mit Ihren Angriffen gegen den Fanladen oder seine MitarbeiterInnen bewiesen, dass Sie von Konzept und praktischer Arbeit des Fanladens keine Ahnung haben.</p>
<p>Wir bedauern die hier angeprangerte Entwicklung sehr. Wir haben in der Vergangenheit immer versucht, einvernehmliche Lösungen mit Ihnen zu finden, die auch den Belangen der Fans entsprechen. Ihr Verhalten nach außen muss den Eindruck erwecken, dass wir als gewählte Fanvertreter instrumentalisiert und als vereinspolitisches Feigenblatt benutzt werden.<br />
Diesen Versuchen wollen wir mit diesem Brief entschieden entgegentreten. Wähnten wir uns doch gemeinsam schon auf einem besseren Weg des Miteinanders. Es ist schade, dass wir uns mit unserer Meinung, gemeinsam zugunsten des FC St. Pauli und seiner einmaligen Fanszene zu arbeiten, geirrt haben.</p>
<p>Gezeichnet: Sprecherrat der organisierten Fanclubs des FC St. Pauli</p>

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