
Moin St. Pauli-Fans!
Zu Beginn des neuen Jahres wollen wir einmal etwas intensiver über das Thema Fanräume, respektive den Fanräume-Saal informieren und dabei berechtigte Kritik und die aufgestaute Enttäuschung der dort ehrenamtlich tätigen Menschen an euch weiterleiten.
Um zusammenfassend kurz mal die Vereinshomepage zu zitieren: seit Juni 2013 sind die Fanräume im Millerntor-Stadion – genauer gesagt in der Gegengerade – eröffnet. Ab 2007 wurden von der Fanszene des FC St. Pauli in unzähligen Aktionen rund 400.000 Euro gesammelt, um den Traum von selbst finanzierten Räumen im eigenen Stadion Wirklichkeit werden zu lassen. Heute sind die Räume Heimat des Fanladen St. Pauli, der AFM und von Fanräume e.V. (…)
Auf www.fanraeume.de gibt es einen detaillierteren Einblick, u.a. auch in die damals bewusst so verabschiedete Satzung. Partys und Konzerte sind dabei grundsätzlich nicht der Vereinszweck. Die Vermietung der Räume soll ausschließlich die sozialen Projekte finanzieren, wie z.B. die Rechtsberatung für Geflüchtete oder BAM! (www.bildung-am-millerntor.de). Einfach gesagt ist der Saal eher zu vergleichen mit dem Knust oder Hafenklang, also ein Raum für Veranstaltungen, den der Fanräume e.V. nur zur Verfügung stellt. Damit ist er auch immer noch einer der günstigsten Orte für Events von der Größe hier in der Gegend, auch wenn die Mietkosten von 600€ pro Veranstaltung immer wieder kritisiert werden.
Und offensichtlich geht manch eine*r davon aus, dass die Ansprechpersonen des Fanräume e.V. die Partys der Fanszene organisieren und dafür rund um die Uhr erreichbar zu sein haben, auch wenn jemand beispielsweise nachts mal keinen Parkplatz mehr in der Nähe findet. Woche für Woche müssen Ehrenamtliche hier eine zweistellige Anzahl an Stunden im wahrsten Sinne „umsonst“ in das Projekt stecken, weil der Umgang mit den Räumlichkeiten mittlerweile arg zu wünschen übrig lässt. In unschöner Regelmäßigkeit muss das Mischpult gewechselt, oder zur Reparatur gebracht werden, weil eigenwillig die Verkabelung umgestöpselt wurde, oder Getränke drüber gelaufen sind. Das verschlingt jedes Mal ein paar hundert Euro. Zudem wird oftmals einfach die mitgebrachte Deko hängen gelassen, Dinge verschwinden, Sachen werden zerstört. Woher die „hohen Mietkosten“ kommen sollte damit beantwortet sein. Und auch im Anschluss wird nur selten Bescheid gegeben, dass etwas kaputt gegangen ist, oder nicht wie gewünscht funktioniert hat.
Mittlerweile kleben übrigens an allen Geräten praktische QR-Codes zum Abscannen, damit alle Infos und die korrekten Gebrauchsanleitungen zu den technischen Begebenheiten des Raumes jederzeit online abrufbar sind. Nutzt diese bitte, wenn ihr unsicher seid wie etwas funktioniert: Technikdoku
Vieles wird inzwischen einfach als gegeben hingenommen und lässt leider die gebotene Wertschätzung vermissen. Das muss sich zukünftig wieder ändern, nachdem ein Großteil der Fanszene über einen so langen Zeitraum für eigene Räumlichkeiten in unserem Stadion gekämpft und Spenden gesammelt hat.
Der StFA appelliert daher inständig an die Selbstverantwortlichkeit von uns allen und hofft, dass aus unseren Worten nicht nur ein guter Vorsatz für 2026 wird, sondern ein neuer Grundsatz.
Unser großer Dank gilt all den unermüdlichen Ehrenamtlichen des Fanräume e.V.!
Wir wünschen allen ein frohes, neues Jahr!
Eure StäFanIs





