Nach dem KSC-Spiel Fanladen virtuell geöffnet
Veröffentlicht am: 06.11.2020
Fanladen erstmal geschlossen
Veröffentlicht am: 02.11.2020

Liebe Leute,
derzeit sind unsere Regelöffnungszeiten vorübergehend ausgesetzt – für ein Virus endlich unter Kontrolle.
Es tut uns ja auch leid und der Corona-Nonsens-Content hier droht uns auszugehen, aber:
Aufgrund des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen mit CoVID 19 lassen wir den Fanladen für den normalen Betrieb geschlossen.
Wir bieten weiterhin den U18-Stammtisch am Donnerstag an und bei Problemen mit staatlichen Behörden, Bürokratie, Jobcenter, ausuferndem Home Drinking oder Quarantäne sind wir natürlich weiterhin für Euch erreichbar. Telefonisch unter der Woche zwischen 12 und 18 Uhr unter 040-4396961 oder per Mail unter info@stpauli-fanladen.de. Einzeltermine bleiben nach Absprache per Mail möglich!
St. Pauli, scheiss Corona, wir ham davon genug!
Eure Fanladenhoschis
Bildungsfahrt nach Terezin
Veröffentlicht am: 29.10.2020

In den letzten Jahren konnten wir bereits viele eindrückliche Momente bei den Gedenkstättenfahrten sammeln, die der Fanladen angeboten hat. An den beiden letzten Bildungsfahrten in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau nahmen über 40 Menschen teil, die kürzeren Fahrten in die Gedenkstätte Bergen-Belsen waren ebenfalls gut besucht. Nun nahmen wir uns vor, einen neuen Blick auf den Nationalsozialismus und konkreter auf eine andere Art Konzentrationslager zu werfen und entschieden uns Anfang des Jahres – zusammen mit dem Historiker Andreas Kahrs, der uns zuvor schon begleitete – das erste Mal die Gedenkstätte Theresienstadt zu besuchen. Nun machte die pandemische Lage uns im März einen Strich durch die Rechnung und wir verschoben das Ganze auf unbestimmte Zeit.
Im Sommer zeichnete sich dann ab, dass ein kleines zeitliches Fenster für die Fahrt möglich war, so dass wir mit einer 15-köpfigen Gruppe die Fahrt noch im September antreten konnten. Mit der Bahn ging es Richtung Prag, in Terezin waren wir im Parkhotel untergebracht. Der Name verspricht hier jedoch deutlich mehr, als angenommen. Dazu vielleicht später noch etwas mehr…
Eindrücklich ist Terezin mit seiner Geschichte vor allem, da es keine klassische Gedenkstätte ist, in die man rein und auch rausgehen kann. Terezin ist ein eher beschauliches Garnisionsstädtchen in der Nähe von Prag, dessen historische Zeugnisse teilweise immer noch zugegen sind. Als Beispiel zu nennen die Beschriftung der Nazis an den Hauswänden mit den Straßennamen. Ein komisches Gefühl kommt ebenfalls auf, wenn man bedenkt, dass das heutige Parkhotel damals als SS-Kameradschaftshaus genutzt wurde, in der heutigen Bank die SS-Kommandatur war und der Marktplatz Schauplatz des größten inszenierten Propagandafilms des NS-Regimes war. Sich in der Stadt zu bewegen verlangt einem in dem Sinne viel ab, als das man heutige Realität mit den Realitäten abgleichen muss, die für die in der Stadt gefangen gehaltenen Menschen galten. Die unmenschlichsten Lebensbedingungen, die Möglichkeit von dort in eines der umliegenden Vernichtungslager weiter deportiert zu werden oder vor Ort durch Hunger, Krankheit und Elend zu sterben ist für uns heute nach wie vor unvorstellbar, aber löst noch unterschiedlichste Gefühle aus.
Die Erkundung der Stadt und damit verbunden ihre Funktion für die Nazis war wesentlicher inhaltlicher Teil der Fahrt. Durch das eigene Entdecken in Kleingruppen sowie eine Führung mit einem Guide und der Unterstützung von Andi, erschlossen wir uns immer mehr Aspekte. Der zweite zentrale inhaltliche Teil der Fahrt bezog sich auf „Sport in Theresienstadt“. Hier sei angemerkt, dass es solchen und solchen Sport gibt. Der Propagandafilm der Nazis machte sich den Fußball in Theresienstadt zunutze und verkaufte ein Spiel als Normalität und als Zeugnis für die vermeintlich vernünftige Unterbringung der Menschen. Tatsächlich wurde in Theresienstadt Fußball gespielt, es gab eine Liga von verschiedenen Gewerken und das Fußballspielen war von der SS auch gestattet. Dennoch muss man hier konstatieren, dass natürlich auch das Fußballspielen durch bestimmte Arten von „Privilegien“ ermöglicht wurde. Diejenigen, denen fast in Gänze Nahrung verwehrt war, Kranke und Alte konnten selbstverständlich nicht daran teilnehmen. Das Spiel war also nur einem kleinen Kreis von Gefangenen möglich und kann daher eben auch nicht als Normalität im Ghetto Theresienstadt verstanden werden. Wer sich inhaltlich weiter damit auseinander setzen möchte, sollte sich den Film „Liga Terezin“ anschauen – jedoch auch hier mit einem kritischen Auge (die offizielle Seite zum Film inkl. Trailer findet ihr HIER ).
Die inhaltlichen Diskussionen, die sich bis in die recht späten Abendstunden zogen, können hier in diesem Rahmen nicht adäquat wiedergegeben werden. Die Fahrt war geprägt von Widersprüchen, neuen Erkenntnissen und wie immer mit noch mehr Fragen, als man eh schon hatte. Glücklicherweise haben wir uns auch bei dieser Fahrt als Gruppe sehr gut zusammengefunden und vieles miteinander teilen können.
Daher möchten wir uns an dieser Stelle zunächst bei Andi bedanken, der das Programm wie immer fachgerecht für uns aufbereitet und eine große Bereicherung für die Fahrten ist! Ebenso ein herzliches Danke an die interessierten Teilnehmer_Innen der Fahrt, die ihr diese zu einer weiteren, besonderen Bildungsreise mit dem Fanladen gemacht habt! Last but not least ein Danke an den Spendenbeirat und den FCSR, die diese Fahrt finanziell unterstützt haben!
Euer Fanladen
Konfetti im Ohr
Veröffentlicht am: 19.10.2020

Seit heute gibt es „Konfetti im Bier“ als Hörbuch. Gepusht von unserer Fanbeauftragten für Menschen mit Behinderung und zu Inklusionszwecken gefördert von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der AFM. Und gelesen von den Stadionsprecher*innen Tanja und Klaus. Außerdem geht ein Teil der Erlöse an Fanladen und Braun-Weiße Hilfe.
KONFETTI IM OHR
Toni Gottschalks Erfolgsroman “Konfetti im Bier” jetzt auch als Hörbuch
Im März 2019 wurde Toni Gottschalks Debütroman “Konfetti im Bier” im Leipziger
Indie-Verlag Liesmich veröffentlicht. „Das bisher beste Buch über Ultrà!“ lobte Andreas Bock
es in der 11 Freunde und Nicole Selmer (ballesterer) nannte das Werk “…ziemlich gute
Unterhaltung, auch weil es etwas hat, was Ultras oft fehlt – eine liebevolle, kritische Distanz.”
“Konfetti im Bier” stand auf der Shortlist bei der Wahl zum Fußballbuch des Jahres 2019.
Nun ist, als Projekt des Fanladen St. Pauli, das Hörbuch zum Roman entstanden.
Eingelesen von Tanja Paul und Klaus Schüring, Stadionsprecher:innen beim FC St. Pauli.
Finanziert von der Abteilung fördernder Mitglieder (AFM) des FC St. Pauli und der Sepp
Herberger Stiftung. Erhältlich ist es zum Download auf allen gängigen Plattformen und im
Shop des Liesmich Verlags (https://liesmich-verlag.de/shop/).
DAS BUCH
“Konfetti im Bier” ist ein Subkultur-Roman. Ein Buch für Fußball-Fans, und zwar nicht nur die
der Kiezkicker. Für Leute, die immer schon mal mehr über die Mechanismen von
Ultra-Gruppierungen wissen wollten. Für Hamburger. Und für jene, die es immer wieder
dort hinzieht.
Im Fokus steht das Spannungsfeld zwischen Fußball, Politik, Verein und der eigenen
Fan-Gruppe, in dem sich die Mitglieder bewegen.Toni Gottschalk erzählt von Merks, Subbe,
Jette und all den anderen. Von denen, für die der FC St. Pauli und die eigene Gruppe viel
mehr bedeuten, als nur jedes Wochenende gemeinsam zum Spiel zu gehen. Die
Gemeinschaft genießen und gleichzeitig an ihrem Handeln zweifeln. Jenen, die denken,
dass sie eigentlich “zu alt für diesen Scheiß” sind und anderen, die doch gar nicht wissen, ob
sie da wirklich richtig sind.
Choreos vorbereiten, Auswärtsfahrten planen, sich mit den Fans des blau-weiß-schwarzen
Nachbarn rum ärgern: Toni Gottschalk guckt nicht von außen drauf, sondern steckt seit
Jahren mittendrin. “Konfetti im Bier” ist lebendig, humorvoll und schnörkellos.
DER AUTOR
Toni Gottschalk, Jahrgang 1981, ist Wahlhamburger seit dem fünften Lebensjahr. Mit dem
Schicksal des FC St. Pauli ist der Historiker seit 2001 eng verknüpft. 2006 hat er begonnen,
die aktive Fanszene als Comiczeichner für verschiedene Fanzines zu begleiten. “Konfetti im
Bier” ist sein literarisches Debüt und der erste Ultras-Roman aus dem deutschsprachigen
Raum.
DER VERLAG
Liesmich ist ein 2013 gegründeter Indie-Verlag aus Leipzig mit belletristischem
Schwerpunkt. 2014 erschien der Fahrradkurier-Roman “Pedalpilot Doppel-Zwo”, dem 2015
die Road-Novel “Fayvel der Chinese” folgte. Im Jahr 2017 veröffentlichte der Verlag dann die
Dystopie “Cronos Cube”, die für den Seraph-Literaturpreis in der Kategorie „Bestes Debüt“
nominiert war. Die aktuellste Veröffentlichung (Oktober 2019) ist “Wofür wir uns schämen”,
der Debütroman des Berliner Autors Tomas Blum.
Fanladen an Heimspieltagen weiterhin geschlossen
Veröffentlicht am: 25.09.2020

Auch wenn am Sonntag wieder Zuschauer*innen am Millerntor erlaubt sind, haben wir an den Heimspieltagen geschlossen.
Der Laden und der Eingang sind einfach zu klein für einen Betrieb am Spieltag.
Wir sind aber natürlich weiterhin zu unseren Öffnungszeiten dienstags, mittwochs und freitags zwischen 15 und 19h sowie NACH dem Heimspiel virtuell für euch da: https://www.stpauli-fanladen.de/2020/09/25/virtuelle-fanladenoeffnung-auch-nach-dem-heimspiel-gegen-heidenheim/
Nutzt Euren Fanladen!





